Trauer und Traurigkeit, Schweigen und ... manchmal auch Ärger? 

Auch wenn die meisten Menschen immer länger leben und wir mittlerweile eine friedliche „graue Revolution“ (celebrating aging ) erleben, eines Tages wird jede/r vom Tod aufgesucht ... 

Ein Gedanke, der beängstigen kann. Und verständlich einen offenen Dialog über das Thema Alterung, Krankheit und Tod erschweren kann. Viele Herausforderungen kommen auf einen Menschen zu, naht oder kam der Tod, häufig mit einer langen Erkrankung verbunden. Unabhängig davon, ob er plötzlich oder erwartet erschien, werden wir von Trauer und häufig auch von Hilflosigkeit erfüllt. Und dabei nicht nur mit der Endgültigkeit des von uns geliebten Menschen, sondern auch mit der eigenen Endgültigkeit und Hilflosigkeit konfrontiert. Außer diesen Gefühlen werden nicht selten auch andere erweckt, bleiben nach dem Tod eines Familienmitglieds Themen ungeregelt, dessen Konsequenzen das Leben der Hinterbliebenen beeinflussen. 

Vor diesem Hintergrund wird es deutlich, wie wichtig es ist, sich mit den o.g. Themen bewusst auseinanderzusetzen. Sich und den Familienangehörigen aus der gefühlten Ohnmacht zu verhelfen und eine erfreuliche als auch konstruktive Gestaltung der Zeit (die der Familie z.B. in Pflegesituation gemeinsam bleibt) oder aber einen friedlichen Abschied, zu unterstützen. 

Und ähnlich wie die Schmerzbewältigung nicht unbedingt alleine bestritten werden muss, können schwierigen Themen in professioneller Begleitung von unparteilichen Dritten besprochen und Konflikte friedlich beigelegt werden. Solche Dritte können hier MediatorInnen sein, die Menschen bei Konflikten im Zusammenhang mit der Pflege oder mit dem Tod eines Familienmitglieds, wie z.B. Umgang mit der Erbe oder mit der Unternehmensnachfolge - begleiten. Und beim Bedarf an weitere Beratungswege hinweisen. 

Elder Mediation ist eine auf Konflikte zwischen den Generationen und auf unterschiedliche weitere altersbedingte Konflikte fokussierte außergerichtliche Streitbeilegung, die Menschen dabei unterstützt, die schwierigen Themen zur Zufriedenheit aller Beteiligten respektvoll und außergerichtlich zu lösen. Dabei werden sowohl Themen der häuslichen oder externen Pflege und Aufteilung dieser unter Familienangehörigen, als auch die Themen der Erbschaft oder Unternehmensnachfolge behandelt. 

Persönliche Note als Mediatorin begleite ich Menschen in Konfliktsituationen, wenn sie dem gerichtlichen Weg ausweichen und eine zukunfts- und beziehungsorientierte Lösung generieren wollen. Dabei beobachte ich, dass (u.a.) gerade wenn es um das Thema Abschied und Trauer geht und auch einen Schritt davor, wo vielleicht noch ein Dialog möglich und notwendig wäre, es häufig schwierig wird, einen konstruktiven Dialog zu gestalten. Die Regelung der Pflege, der familiären Beziehungen und/oder der finanziellen Angelegenheiten fordern die Familienmitglieder häufig nicht nur vor dem Tod eines Elternteils sondern auch danach stark heraus. Und nicht selten führen sie auch zu Konflikten, die neben dem eigentlichen Abschied des Verstorbenen die gesamte Familie belasten. Und ohne eine konstruktive Lösung sicherlich weiter ziehen (eskalieren) werden.  

Um eben in diesen krisenhaften Prozessen präventiv und auch kurativ zu unter-stützen, wirken an vielen Stellen aus-gebildete MediatorInnen, die die Familien bei dem Prozess der o.g. Regelungen aber auch bei der Übergabe von Familienunternehmen begleiten. Solche MediatorInnen finden Sie unter dem Begriff „Elder Mediation“ bundesweit (s. Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Mediation e.V. ), in der Schweiz (v.a. in an der BFH in Bern , Prof. Yvonne Hofstetter-Rogger) und in Karlsruhe Arbeitsgemeinschaft Mediation e.V.

Besuchen Sie diese Webseite und erfahren in Zukunft noch mehr über die Herausforderungen von Familien, in denen nicht nur die altersbedingten (und intergenerationalen), die nationalen, sondern auch die religiösen Unterschiede Konfliktpotenziale mitbringen und wie Mediatorinnen die Familien dabei unterstützen diese Konfliktpotenziale in Chancen eines Wachstums umzuwandeln. Außerdem: Welche Vorteile die „graue Revolution“ und welche Ängste sowohl die älteren Menschen als auch deren Familien mit den fortschreitenden Jahren bekommen und wie sie mit diesen umgehen können.

Bei Fragen gerne unter 0721 6699567 oder per E-Mail unter ksp@schubert-panecka.eu melden. 

Mit besten Grüßen, 

Dr. iur. Katarzyna Schubert-Panecka

PS. Wie komplex sich die EM Thematik gestaltet hat die Ideengeberin Maya Ilsøe in ihrem Film "Die Erbschaft " wunderbar zeigen können. 

PSS. Vom 2. bis 5. Mai 2016 hat in Linz der 8. EM Weltkongress  stattgefunden, zu dem Sie auf der genannten Webseite ein paar Rückblicke finden können. 

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